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// STADTGESCHICHTE
📜 Chronik Buttstädt
Vollständige historische Zeitlinie — von den Anfängen bis heute
700er Jahre
775
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Buttstädt erfolgte als Butesstat im sogenannten Breviarium sancti Lulli zwischen den Jahren 775 und 786, als die Schutzherrschaft Karls des Großen über das Kloster Hersfeld begann.
1300er Jahre
1331
Seit 1331 ist der Ort eine Stadt, das Stadtrecht selbst wurde jedoch erst 1392 verliehen.
1400er Jahre
1408
Ab 1408 erhielt die Stadt eine eigenständige Gerichtsbarkeit.
1500er Jahre
1501
wurde mit dem Bau der Kirche begonnen, 1505 mit dem des Rathauses. Eine Steintafel an der Ostseite der Kirche berichtet: Am 10. September 1513 erteilte Kaiser Maximilian Graf Ernst zu Mansfeld die Erlaubnis, 14 Tage vor Michaelis einen Ochsenmarkt einzurichten. Buttstädt war ohnehin schon seit dem 15. Jahrhundert für seine Viehmärkte bekannt. Der Bau der Stadtmauer wurde 1529 begonnen.
1529
Der Bau der Stadtmauer wurde 1529 begonnen.
1550
Das Kirchenschiff wurde 1550 gebaut, 1551 wurde der Bau der katholischen Kirche am Michaelistag beendet und die Kirche eingeweiht.
1558
Das Rastenberger Tor wurde 1558 fertiggestellt und 1563 der große Keller im Rathaus (Südflügel) verändert.
1600er Jahre
1605
wurde eine Feuerspritze gekauft, die man „Feuerkunst“ nannte. Vermutlich kam sie 1632 zum Einsatz, nachdem der Kirchengiebel vom Blitz getroffen war. Während des Dreißigjährigen Kriegs zog am 28. September 1632 Herzog Bernhard der Große mit Kriegsvolk durch die Stadt, und auch Schwedenkönig Gustav Adolf übernachtete mit seinem Stab in der Stadt im gleichen Jahr.
1685
Am 5. August 1685 wurde die Brandstifterin selbst auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
1689
Die Kirche wurde am 29. Oktober 1689 in ihrer jetzigen Gestalt durch Anton Mylius (erster Superintendent) wieder eingeweiht.
1700er Jahre
1700
Die Kirche erhielt 1700–1724 eine barocke Pfeifenorgel des Orgelbauers Peter Heroldt aus Apolda.
1720
Kirchendecke und Emporen wurden 1720 durch den italienischen Kunstmaler Francesco Domenico Minetti im Barock-Stil ausgestaltet.
1900er Jahre
1904
Die Glocke wurde 1904 gegen eine größere ausgetauscht.
1904
Großherzog Wilhelm Ernst und Gemahlin Carolina besuchten die Stadt am 7. Juli 1904. Am 12. November 1921 trug der Kirchenvorstand dem Gemeindevorstand die Übergabe des Campo Santo an, der Antrag wurde jedoch endgültig abgelehnt.
1938
Die 1938 gemeldeten zehn jüdischen Bürger der Stadt wurden verfolgt, in die Emigration getrieben bzw.
1940
Eine 20-jährige Frau wurde 1940 wegen Kontakten zu einem französischen Kriegsgefangenen mit neun Monaten Gefängnis bestraft.
1943
Eine Buttstädterin, die eine Beziehung mit einem polnischen „Ostarbeiter“ hatte, wurde 1943 bei den Nationalsozialisten angeschwärzt, kahl geschoren, am Rathausbrunnen an den Pranger gestellt und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt.
1978
wurde aus bautechnischen Gründen die Michaeliskirche geschlossen (heute wieder geöffnet). Seit 1992 bis heute wird das Rathaus instand gesetzt.
2000er Jahre
2011
Am 15. Oktober 2011 wurden von dem Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig drei Stolpersteine verlegt: für einen ermordeten polnischen Kriegsgefangenen, ein vierjähriges Opfer der NS-„Euthanasie“ und für den kommunistischen Widerstandskämpfer Johannes Enke.
Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 4.0) — 19 historische Einträge, chronologisch sortiert