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📜 Chronik Rochlitz

54 historische Einträge, chronologisch geordnet

900er Jahre
995 Im Jahre 995 wurde das Gebiet Rochlitz in einer Urkunde Kaiser Ottos III. erstmals schriftlich erwähnt, als nach der Auflösung des Bistums Merseburg die Zwickauer Mulde als Grenze der Bistümer Naumburg und Meißen bestimmt wurde. Schloss Rochlitz
995 Im Jahr 995 wird das Gebiet Rochlitz in einer Urkunde Kaiser Ottos III. erstmals schriftlich erwähnt, als nach der Auflösung des Bistums Merseburg die Zwickauer Mulde als Grenze der Bistümer Naumburg und Meißen bestimmt wurde. Amt Rochlitz
1100er Jahre
1143 An der Stelle einer in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts angelegten Reichsburg, die 1143 in den Besitz der wettinischen Markgrafen überging, erhebt sich eine ausgedehnte Schlossanlage. Schloss Rochlitz
1143 Im Jahr 1143 erhielt Markgraf Konrad I. von Meißen die Burg und das Land Rochlitz (provincia Rochelez) durch Schenkung König Konrads III. zu Eigen. Amt Rochlitz
1200er Jahre
1200 Die Weihe wird wegen der Namensgebung kurz nach 1200 vermutet, da die Heiligsprechung von Kunigunde im Jahre 1200 erfolgte. St. Kunigunde (Rochlitz)
1210 Rochlitz ist der Name von * Orten: ** Rochlitz, Stadt in Sachsen ** deutsche Bezeichnung von Rokytnice nad Jizerou, Stadt im Riesengebirge in Böhmen (Tschechien) * Verwaltungseinheiten: ** Amt Rochlitz, Verwaltungseinheit des Kurfürstentums Sachsen (1210 bis 1856) ** Amtshauptmannschaft Rochlitz, Verwaltungsbezirk im Königreich Sachsen (1871 bis 1918) und im späteren Freistaat Sachsen (1918 bis … Rochlitz (Begriffsklärung)
1288 Der Rundweiler Wittgendorf wurde im Jahr 1288 als „Gelferadus de Wittechendorf miles“ erwähnt, was auf einen Herrensitz deutet. Wittgendorf (Rochlitz)
1300er Jahre
1350 Breitenborn wurde im Jahr 1350 als „in Breitenburne“ erstmals erwähnt. Breitenborn (Rochlitz)
1350 Noßwitz wurde im Jahr 1350 als „Nuczewicz“ bzw. Noßwitz (Rochlitz)
1350 Das Platzdorf Penna wurde im Jahr 1350 als „Penen“ erwähnt. Penna (Rochlitz)
1378 Der Ort Poppitz wurde im Jahr 1378 als „Popwicz“ bzw. Poppitz (Rochlitz)
1400er Jahre
1417 Um 1417 wurde ein aufwändiger spätgotischer Neubau begonnen und – durch die Hussitenkriege unterbrochen – etwa 1476 fertig gestellt. St. Kunigunde (Rochlitz)
1470 Ab 1470 wurde begonnen, bis zum Ende des Jahrhunderts den bisherigen romanischen Bau in Anlehnung an die inzwischen in Marktnähe so gestaltete Kunigundenkirche im gotischen Stil umzugestalten. St. Petri (Rochlitz)
1600er Jahre
1699 Neuausstattungen des Innenraumes erfolgten 1699 und 1729. Bei letzterer wurde auch 1727 eine Orgel von Gottfried Silbermann mit 20 Registern auf zwei Manualen und Pedal eingebaut. St. Petri (Rochlitz)
1800er Jahre
1816 Durch die „Generalinstruktion an die Kreis- und Amtshauptleute“ vom 22. Juni 1816 wurde die Stadt ab 1816 Sitz des Amtes Rochlitz der II. Amtshauptmannschaft der Kreishauptmannschaft Leipzig.
1835 Im Jahr 1835 wurden dem Amt Rochlitz die von den Schönburgern erworbenen Lehnsherrschaften Penig, Rochsburg und Wechselburg angegliedert. Amt Rochlitz
1835 Im Rahmen der administrativen Neugliederung des Königreichs Sachsens wurden 1835 die vier Kreisdirektionen Dresden, Bautzen, Zwickau und Leipzig eingerichtet. Amtshauptmannschaft Rochlitz
1850 Um 1850 wurden im Schloss Rochlitz Räume für die Justiz eingerichtet, wo sie bis 1990 verblieben.
1852 Erweitert wurde der Komplex um ein Zellengebäude für die Untersuchungshaftanstalt, welches 1852 auf dem Schloss errichtet wurde und bis 1961 in seiner Funktion genutzt wurde.
1855 Mit dem Gesetz, die künftige Einrichtung der Behörden erster Instanz für Rechtspflege und Verwaltung betreffend vom 11. August 1855 wurden die Eingangsgerichte neu geordnet. Bezirksgericht Rochlitz
1856 Schon 1856 wurde das Gerichtsamt Rochlitz als Nachfolger des örtlichen Justizamtes auf Grund des Gesetzes über die Einrichtung der Behörden erster Instanz für die Rechtspflege und Verwaltung vom 11. August 1855 eingerichtet.
1856 Das Bezirksgericht Rochlitz war von 1856 bis 1860 ein Gericht im Königreich Sachsen mit Sitz in Rochlitz. Bezirksgericht Rochlitz
1856 Das Gerichtsamt Rochlitz war in den Jahren zwischen 1856 und 1874 die unterste Verwaltungseinheit und von 1856 bis 1879 nach der Abschaffung der Patrimonialgesetzgebung im Königreich Sachsen Eingangsgericht. Gerichtsamt Rochlitz
1860 Im selben Jahr wurde ebenfalls das Königliche Bezirksgericht Rochlitz mit der Zuständigkeit für die Gerichtsamtsbezirke Rochlitz, Colditz, Geithain, Geringswalde, Hartha, Leisnig und Penig eingerichtet, welches aber nur bis zu seiner Auflösung im Jahre 1860 Bestand hatte.
1872 Die Haltestelle Breitenborn wurde am 8. April 1872 mit der Bahnstrecke Rochlitz–Penig eröffnet. Breitenborn (Rochlitz)
1872 Den ersten Anschluss an das Eisenbahnnetz erlangte die Kreisstadt Rochlitz durch die am 8. April 1872 eröffnete Bahnstrecke Rochlitz–Narsdorf–Penig. Bahnhof Rochlitz (Sachs)
1873 Mit dem Organisationsgesetz vom 21. April 1873 wurde 1874 allerdings wieder die Bezeichnung Kreisdirektion abgeschafft und Rochlitz war nun Sitz der Amtshauptmannschaft Rochlitz der Kreishauptmannschaft Leipzig.
1874 Zum 15. Oktober 1874 wurden im Königreich Sachsen im Rahmen einer umfassenden Verwaltungsreform neue Kreishauptmannschaften eingerichtet und die Amtshauptmannschaften teilweise neu geschnitten. Amtshauptmannschaft Rochlitz
1875 Mit dem Bau der am 9. Dezember 1875 zwischen Rochlitz und Großbothen eröffneten Muldentalbahn (Bahnstrecke Glauchau–Großbothen–Wurzen) wurde Rochlitz zum Knotenbahnhof. Bahnhof Rochlitz (Sachs)
1879 Ab Oktober 1879 wurde das Amtsgericht Rochlitz als Nachfolger für die juristischen Belange des Gerichtsamtes Rochlitz geschaffen.
1900er Jahre
1944 Das KZ-Außenlager Rochlitz (auch: Außenkommando Rochlitz) bei Chemnitz bestand ein halbes Jahr, vom 14. September 1944 bis zum 28. März 1945. Das Lager war dem KZ Flossenbürg unterstellt. KZ-Außenlager Rochlitz
1945 Aufgrund der zunehmenden Bombardierung im sächsischen Gebiet beschloss die SS das Außenlager im März 1945 zu räumen. KZ-Außenlager Rochlitz
1948 Zwischen 1948 und 1952 wurde die Anzahl der kreisangehörigen Gemeinden durch Zusammenlegungen und Eingemeindungen von 124 auf 72 verringert. Kreis Rochlitz
1950 Am 1. Juli 1950 erfolgte die Eingemeindung von Stöbnig. Penna (Rochlitz)
1950 Am 1. Juli 1950 erfolgte die Eingemeindung nach Rochlitz. Poppitz (Rochlitz)
1950 Am 1. Juli 1950 erfolgte die Eingemeindung von Wittgendorf nach Breitenborn. Wittgendorf (Rochlitz)
1952 Der Landkreis Rochlitz bestand bis zur Gebietsreform von 1952 in der DDR fort und wurde dann auf die neuen Kreise Rochlitz, Hainichen, Glauchau und Karl-Marx-Stadt-Land im Bezirk Karl-Marx-Stadt und den Kreis Geithain im Bezirk Leipzig aufgeteilt. Amtshauptmannschaft Rochlitz
1952 Bei der nachträglichen Korrektur der neuen Kreiseinteilung am 4. Dezember 1952 wurden die Gemeinden Claußnitz, Diethensdorf und Markersdorf b. Burgstädt in den Kreis Chemnitz-Land umgegliedert. Kreis Rochlitz
1952 Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde die Gemeinde Noßwitz mit Hellerdorf dem Kreis Rochlitz im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt) angegliedert, der ab 1990 als sächsischer Landkreis Rochlitz fortgeführt wurde und 1994 im neu gebildeten Landkreis Mittweida und 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging. Noßwitz (Rochlitz)
1952 Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Poppitz als Ortsteil von Rochlitz dem Kreis Rochlitz im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt) angegliedert, der ab 1990 als sächsischer Landkreis Rochlitz fortgeführt wurde und 1994 im neu gebildeten Landkreis Mittweida und 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging. Poppitz (Rochlitz)
1990 Nach der politischen Wende in der DDR zog das Kreisgericht 1990 vom Schloss in das frei gewordene Gebäude der ehemaligen SED-Kreisleitung Rochlitz ein.
1990 Eine bedeutende Änderung für das Schloss bedeuteten der Auszug des Kreisgerichts 1990 (im Rahmen der Wiedervereinigung) und der anschließende Abbruch des Zellengebäudes mit Rekonstruktion des Nordwehrgangs. Schloss Rochlitz
1990 Der Landkreis Rochlitz war vom 17. Mai 1990 bis zum 1. August 1994 ein Landkreis in Sachsen. Landkreis Rochlitz
1990 Der Landkreis Rochlitz entstand am 17. Mai 1990 durch ein Gesetz aus dem Kreis Rochlitz. Landkreis Rochlitz
1991 Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen RL. Es wurde bis zum 31. Juli 1994 ausgegeben. Kreis Rochlitz
1993 Zwischen 1993 und 1998 wurden diese Raumausstattung restauriert sowie Außenputz und -färbung der Kirche erneuert. St. Petri (Rochlitz)
1994 Mit der Auflösung des Landkreises Rochlitz wurde 1994 auch das Amtsgericht Rochlitz aufgelöst.
1994 Landkreis Rochlitz: Die Gemeinde Lastau wurde am 1. Januar 1994 nach Colditz im Landkreis Grimma eingemeindet. Landkreis Rochlitz
1994 Am 1. Januar 1994 wurde Noßwitz nach Rochlitz eingemeindet. Noßwitz (Rochlitz)
1994 Mit der Eingemeindung von Penna nach Rochlitz wurden Penna und Stöbnig am 1. Januar 1994 Ortsteile von Rochlitz. Penna (Rochlitz)
1994 Der Landkreis entstand 1994 auf Grundlage der 1. sächsischen Kreisgebietsreform durch Zusammenlegung der Landkreise Hainichen, Rochlitz (außer drei Gemeinden) und des nördlichen Teiles des Landkreises Chemnitz sowie drei kleinerer Gemeinden aus anderen Kreisen. Landkreis Mittweida
1995 Mit der Eingemeindung der Gemeinde Breitenborn nach Rochlitz wurden Breitenborn und Wittgendorf am 1. Januar 1995 Ortsteile von Rochlitz. Breitenborn (Rochlitz)
2000er Jahre
2008 Aufgrund dieser Entscheidung wurden noch im Jahr 2008 sämtliche Bahnhofgleise mit Ausnahme der drei Bahnsteiggleise abgebaut. Bahnhof Rochlitz (Sachs)
2010 Von 2010 bis 2013 wurde die Orgel saniert. St. Kunigunde (Rochlitz)

Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 4.0) — 54 historische Einträge, chronologisch sortiert · 45 davon aus anderen Artikeln, jeweils dort nachgewiesen

Chronik für Rochlitz: 54 Ereignisse aus 19 Wikipedia-Artikeln, zusammengestellt von mycityportal.de · Stand 13.10.2026 · Zusammenstellung © Ernst Gierer · Textinhalte Wikipedia (CC BY-SA 4.0)