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📜 Chronik Dohna
28 historische Einträge, chronologisch geordnet
900er Jahre
930
Auch die Ostexpansion von Heinrich I. dürfte über diese Trasse erfolgt sein, zumal ihm auch die Gründung der Burg Dohna um 930 zugeschrieben wird (andere Quellen nennen Otto I. um 960 als Gründer; vielleicht liegt hier auch ein Missverständnis bez. Kulmer Steig
1000er Jahre
1040
Die Burg Dohna wurde im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen zwischen König Heinrich III. (1039–1056) und Herzog Břetislav von Böhmen im Jahre 1040 erstmals urkundlich erwähnt. Burg Dohna
1100er Jahre
1112
Im Jahre 1112 verlor Wiprecht von Groitzsch den Gau Nisani mit der Burg Dohna an Heinrich V. (1106–1125). Mit der Wiedererlangung des Besitzes durch Groitzsch 1117 wurde die böhmische Oberhoheit wiederhergestellt. Burg Dohna
1143
Gegen Mitte des 12. Jahrhunderts, wohl schon 1143 oder 1144 unter König Konrad III., kam die Burggrafschaft Dohna als Reichslehen an den Adligen Heinricus de Rodewa, der spätestens 1156 in ihrem Besitz ist und zum Begründer des edelfreien Adelsgeschlechts der Donins (erstmalige Erwähnung 1127 im Pleißenland zwischen Altenburg, Chemnitz und Zwickau beiderseits der Pleiße) wurde.
1143
Heinrich I. (* vor 1143; † nach 6. Mai 1171/vor 28. Juli 1181) identisch ist, wird in der Forschung unterschiedlich beurteilt und ist nicht gesichert. Heinrich I. (Dohna)
1156
Die Grafen und Burggrafen zu Dohna (auch Donin; Donyn) sind ein weitverzweigtes, ursprünglich edelfreies Adelsgeschlecht, das seit 1156 die Burggrafschaft Dohna samt der Burg Dohna (südöstlich von Dresden bei Pirna gelegen) als reichsunmittelbares Lehen innehatte. Dohna (Adelsgeschlecht)
1170
Den Auftrag zur Errichtung der Planstadt Dresden erhielt der Burggraf Conrad von Dohna 1170 von Kaiser Barbarossa, welcher auch den Bau der ersten steinernen Dresdner Brücke im 13. Jahrhundert beinhaltete.
1200er Jahre
1200
Die ältesten wurden um 1200 geprägt und stammen aus der Regierungszeit Heinrichs II. von Dohna (1180–1225), die jüngsten sind aus der Zeit Ottos II. von Dohna (1256–1287). Dohna (Adelsgeschlecht)
1206
In den bekannten Nachschlagewerken des 19. Jahrhunderts wird die Bebauung des Robischs durch die Burggrafen von Dohna mit der Burg Thorun angegeben, die auf bischöflich meißnischen Boden errichtet und demzufolge, urkundlich belegt, 1206 für den Abriss bestimmt wurde. Burgwall Robisch
1221
Um 1221 oder eventuell bis 1226 errichtete der Burggraf von Dohna am Brückenkopf eine kastellartige Curie, seinen Gerichtshof.
1228
befestigte er den Hof zu einer Wasserburg, da er Streit um seine Rechte in Dresden mit dem Meißner Markgrafen hatte. Den Adelstanz zu Dresden im Jahre 1400 nutzte der Burggraf für die gesuchte Gelegenheit, eine offene Fehde mit dem Meißner Markgrafen Wilhelm dem Einäugigen ausbrechen zu lassen. Dieser jedoch belagerte fortan die Burg Dohna, was Burggraf Jeschke zur Flucht aus dieser drängte.
1400er Jahre
1403
Burggraf Jeschke von Dohna (auch Jeschke von Donin; † wahrscheinlich 1403 oder 1404) löste die Dohnaische Fehde aus. Jeschke von Dohna
1436
Der aus dem Deutschen stammende Ortsname leitet sich ab von Rüdiger, dem Vornamen eines Lokators, und bedeutet somit „Dorf eines Rüdiger“. Es wurde 1436 erstmals als „Rudigistorff“ erwähnt, ein Jahr später dann als „Rudigerstorff“. Bereits 1451 hat sich der Ortsname durch den Wegfall unbetonter Silben stark zu „Rurßdorff“ verkürzt. Röhrsdorf (Dohna)
1500er Jahre
1517
So hieß der Ort 1517 „Kleyn Rursdorf“, 1791 „Röhrsdorf, bey Borthen“ und 1875 „Röhrsdorf b. Pirna“. Selbst dann noch wurde der Ort mitunter auch als „Kleinröhrsdorf“ bezeichnet – im Unterschied zum nur sieben Kilometer weiter südlich gelegenen „Großröhrsdorf b. Pirna“, heute ein Ortsteil von Liebstadt. Röhrsdorf (Dohna)
1700er Jahre
1720
Friedrich Wilhelm von Oppel, kursächsischer Oberberghauptmann und Mitbegründer der Bergakademie Freiberg, wurde 1720 in Krebs geboren. Krebs (Dohna)
1753
Im 18. Jahrhundert unterstand Tronitz dem Rittergut Röhrsdorf, das ein 1753 erwähntes Vorwerk in dem Ort unterhielt. Tronitz (Dohna)
1800er Jahre
1813
Im letzteren wurde in der „Kaisernacht“ 1813 die Stadt während der Kämpfe zwischen russischen und französischen Truppen stark verwüstet.
1831
Sein Sohn Julius Wilhelm von Oppel gründete 1831 in Krebs die nach seiner 1813 verstorbenen Mutter Juliana Sophie Freiin von Hartitzsch benannte „Sophienanstalt“ bzw. Krebs (Dohna)
1845
Die volle Stadtverfassung erhielt Dohna allerdings erst 1845.
1900er Jahre
1900
Graf Richard zu Dohna-Schlobitten wurde am 1. Januar 1900 von Kaiser Wilhelm II. in den erblichen Fürstenstand erhoben. Dohna (Adelsgeschlecht)
1912
Von diesem wichtigen Privileg zeugt heute noch das Freigut am Markt sowie der 1912 geweihte Fleischerbrunnen.
1927
wütete ein starkes Hochwasser im Ort und die Müglitz richtete schwere Schäden an.
1950
Am 1. Juli 1950 wurde Tronitz nach Gorknitz eingemeindet und zählte mit diesem ab 1952 zum Kreis Pirna. Tronitz (Dohna)
1958
In der Burgschänke, ehemals HO-Gaststätte „Burg Dohna“, befand sich im Obergeschoss seit 1958 ein 1906 gegründetes Heimatmuseum. Burg Dohna
1970
Am 1. Januar 1970 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Nachbarort Köttewitz zur neuen Gemeinde Köttewitz-Krebs, die am 1. März 1994 nach Dohna eingemeindet wurde. Krebs (Dohna)
1994
Mit der Gemeindegebietsreform im Freistaat Sachsen wurde die Gemeinde Köttewitz-Krebs am 1. März 1994 eingegliedert.
2000er Jahre
2001
Seit 2001 existiert im Ort auf dem Gelände des ehemaligen Wirtschaftshofes des Schlosses der „Sächsisch-Böhmische Bauernmarkt“, ein Einkaufsmarkt bestehend aus verschiedenen Geschäften, in denen sächsische Waren auch von Bauernhöfen aus der Gegend wie auch böhmische Lebensmittel oder auch das dort angebaute Obst verkauft werden, einer Gaststätte und einer Veranstaltungsscheune. Röhrsdorf (Dohna)
2012
Drei nicht mehr vorhandene Viertelmeilensteine bei Borna-Gersdorf (Standort an der Straße von Laurich nach Herbergen), Göppersdorf-Wingendorf (Standort an der Feldweg-Autobahnbrücke) und Fürstenwalde (Standort am Abzweig zum Schwarzen Kreuz) einschließlich der Erläuterungstafeln neben allen Kursächsischen Postmeilensäulen von Dohna bis Fürstenwalde wurden bis 11. Juni 2012 als Restleistung der DEGES lt. Dresden-Teplitzer Poststraße
Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 4.0) — 28 historische Einträge, chronologisch sortiert · 19 davon aus anderen Artikeln, jeweils dort nachgewiesen
Chronik für Dohna: 28 Ereignisse aus 11 Wikipedia-Artikeln, zusammengestellt von mycityportal.de · Stand 13.10.2026 · Zusammenstellung © Ernst Gierer · Textinhalte Wikipedia (CC BY-SA 4.0)