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📜 Chronik Weinsberg

51 historische Einträge, chronologisch geordnet

800er Jahre
800 Zum 800. Jahrestag der Treu-Weiber-Begebenheit im Jahr 1940 wurden ab 1938 große Festlichkeiten geplant, anlässlich derer die Burg doch noch als „Walhalla der deutschen Frau“ an die Reichsfrauenführerin übergeben werden sollte.
900er Jahre
966 Da die mit Weinsberg verbündeten Städte die von diesem geforderte Auslöse von 7.966 Gulden nicht aufbringen konnte, wurde die Stadt Teil der Kurpfalz.
1000er Jahre
1000 Vermutlich um das Jahr 1000 wurde die Burg Weinsberg als Reichsburg auf einem Berg an der Handelsstraße von Heilbronn nach Hall errichtet.
1200er Jahre
1200 Um 1200 wurde auf Veranlassung der Herren von Weinsberg auch mit dem Bau der Johanneskirche zwischen diesen beiden Siedlungen begonnen.
1283 Es muss aber vor 1283 gewesen sein, da in diesem Jahr König Rudolf I. der Stadt Löwenstein das Stadtrecht verleiht nach dem Vorbild des Stadtrechtes, das seine Vorgänger der Stadt Weinsberg verliehen hatten.
1300er Jahre
1332 Vermutlich 1332 zerstörten die Weinsberger Bürger diesen Stadtteil und schlossen die Stadt im Westen gegenüber der Burg ab, wie Urkunden aus dem Jahr 1375 aussagen.
1400er Jahre
1420 Die Stadt suchte Schutz in einem weiteren Städtebund, dem Weinsberger Bund vom 27. November 1420, in dem sich 33 Reichsstädte zum Schutz der Stadt Weinsberg zusammenschlossen.
1428 Im August 1428 überfiel er in Sinsheim zur Messe ziehende Kaufleute und setzte 149 Kaufleute aus 20 mit Weinsberg verbündeten Städten fest, davon allein 37 aus Ulm.
1500er Jahre
1504 eroberte Herzog Ulrich von Württemberg im Landshuter Erbfolgekrieg Burg und Stadt Weinsberg nach dreiwöchiger Belagerung. Mit dem Uracher Vertrag von 1512 zwischen der Kurpfalz und Württemberg wurde Weinsberg dann auch offiziell württembergisch. Der Weinsberger Vogt Sebastian Breuning zählte zu den politischen Gegnern Herzog Ulrichs und wurde 1516 hingerichtet.
1512 Mit dem Uracher Vertrag von 1512 zwischen der Kurpfalz und Württemberg wurde Weinsberg dann auch offiziell württembergisch.
1516 Der Weinsberger Vogt Sebastian Breuning zählte zu den politischen Gegnern Herzog Ulrichs und wurde 1516 hingerichtet.
1525 Im Bauernkrieg wurden am 16. April 1525, Ostersonntag, Burg und Stadt von aufständischen Bauern eingenommen.
1529 Danach kehrte für mehrere Jahrzehnte Ruhe ein, die nur durch den Durchzug von Infektionskrankheiten – Englischer Schweiß (sudor anglicus) im Jahre 1529, Pest in den Jahren 1571, 1585, 1597 und 1612 – gestört wurde.
1534 Bis 1534 wurden zudem Sühnegelder für die Hinterbliebenen Helfensteins von den Weinsbergern eingetrieben.
1534 Nach der Rückkehr Ulrichs nach Württemberg 1534 huldigte ihm Weinsberg und nannte sich fortan wieder Stadt, wenngleich ein (neues, württembergisches) Stadtrecht erst 1553 von Herzog Christoph wieder verliehen wurde.
1546 Im Schmalkaldischen Krieg wurde Weinsberg am 21. Dezember 1546 von Kaiser Karl V. ohne Kampfhandlungen eingenommen.
1600er Jahre
1634 Im September 1634 fielen kaiserliche Truppen ein, plünderten die Stadt und ermordeten zehn Menschen.
1649 bis 1742 gehörte Weinsberg (zusammen mit Möckmühl und Neuenstadt am Kocher) hälftig zur Herrschaft Württemberg-Neuenstadt.
1700er Jahre
1707 Während dieser Zeit wurde die Stadt am 19. August 1707 durch einen großen Brand zu zwei Dritteln zerstört und danach innerhalb weniger Jahre wieder aufgebaut, wobei das mittelalterliche Stadtbild mit engen Gassen wegen der Weiterverwendung der für den Weinbau wichtigen Keller weitgehend erhalten blieb – trotz anderer Wünsche der mit dem Wiederaufbau befassten herzoglichen Baumeister, die ihre barocken Ideale der geraden, breiten Straßen als …
1800er Jahre
1806 Das 1806 gegründete Königreich Württemberg wurde mehrfach umorganisiert, und somit auch das Oberamt Weinsberg, dessen Amtssitz jedoch bestehen blieb.
1817 Der später berühmte Nationalökonom Friedrich List, damals noch württembergischer Rechnungsrat, wurde im Frühjahr 1817 nach Weinsberg geschickt, um die Gründe der Auswanderungswilligen zu erforschen.
1822 In seinem 1822 erbauten Haus, dem Kernerhaus, trafen sich oft mit ihm befreundete Dichter wie Ludwig Uhland, Gustav Schwab und Nikolaus Lenau und bescherten Weinsberg so den Ruf, ein „schwäbisches Weimar“ zu sein.
1824 Für die weitere Instandhaltung der Burg gründete Kerner zusammen mit 142 Weinsberger Frauen den Frauenverein Weinsberg, der 1824 vom württembergischen König Wilhelm I. mit der Burgruine belehnt wurde und sie noch heute besitzt (jetzt unter dem Namen Justinus-Kerner-Verein und Frauenverein Weinsberg).
1851 Die Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde Weinsberg hat ein Einzugsgebiet von Neckarsulm bis ins Sulmtal und etwa 90 Mitglieder (Stand 2016) sowie „ebensoviel Freunde und Angehörige in allen Altersstufen“. Erste methodistische Prediger kamen 1851 von Heilbronn nach Weinsberg; ein eigener Gemeindebezirk wurde 1884 geschaffen, eine eigene Kapelle 1887 errichtet.
1860 bis 1862 wurde die Eisenbahnstrecke von Heilbronn über Weinsberg nach Hall (Kocherbahn) gebaut, bis 1867 deren Fortsetzung nach Crailsheim. Der Anschluss an das Streckennetz der Württembergischen Eisenbahn brachte den Fortschritt und mit einiger Verzögerung auch wirtschaftliche Prosperität in die Stadt. 1868 wurde nach jahrelangen Vorbereitungen eine Königliche Weinbauschule in Weinsberg eingerichtet, die unter anderem Namen bis heute besteht.
1892 Lists Bericht an die Regierung in Stuttgart findet seinen Höhepunkt in der Aussage, die Auswanderer „wollen lieber sklaven in Amerika seyn als bürger in Weinsperg“. Erst Jahrzehnte später, 1892, wurde in Weinsberg die letzte Auswanderung nach Nordamerika verzeichnet.
1900er Jahre
1903 Die jüdischen Patienten der 1903 erbauten Heilanstalt wurden von Rabbinern aus Heilbronn betreut.
1906 Das Badehaus dieses Gutshofes (in Weinsberg bekannt als Römerbad) wurde 1906 ausgegraben und konserviert, Teile des restlichen Gutshofes 1977.
1926 Die weitere politische Debatte führte schließlich zu einer Mini-Reform, der 1926 als einziges Oberamt das Oberamt Weinsberg zum Opfer fiel, das mit Wirkung vom 1. April gegen den heftigen Protest der Weinsberger aufgelöst und auf die umliegenden Oberämter verteilt wurde.
1931 Eine eigene Kirchengemeinde wurde 1931 gegründet, ein neugebautes Kirchengebäude am 29. Mai 1965 eingeweiht.
1934 So wurde 1934 der Plan verfolgt, Weinsberg zur „Hauptstadt der deutschen Frauentreue“ ernennen zu lassen.
1934 Von 1934 bis zum Kriegsende 1945 wurden zudem 96 männliche und 107 weibliche Patienten der Heilanstalt aufgrund des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses zwangssterilisiert.
1934 Diese 1934/1935 und 1967 erweiterte und renovierte Kapelle wurde im Jahr 2000 durch die neue Christuskirche mit Gemeindezentrum ersetzt.
1936 Vom Erlös wurden 1936 141 ha Wald auf Gemarkung Gemmingen gekauft, die auch 70 Jahre danach noch im Besitz der Stadt Weinsberg sind.
1940 Von Januar 1940 bis Ende 1941 wurden aus der Heilanstalt insgesamt 908 Patienten, davon 426 aus Weinsberg und 482 aus anderen Anstalten, in die Vernichtungsanstalten transportiert.
1942 Am 22. August 1942 wurden mit einem großen Eisenbahn-Transport zumeist betagte Juden aus dem Stuttgarter Raum und dem Kreis Heilbronn ins Ghetto Theresienstadt gebracht, darunter auch zwei Juden aus Weinsberg.
1945 In der Endphase des Krieges, am 12. April 1945, wurde die Stadt dann doch noch durch Artilleriebeschuss und Bombardierung und die daraus resultierenden Brände großteils zerstört.
1945 Da Weinsberg Teil der Amerikanischen Besatzungszone geworden war, gehörte die Stadt somit seit 1945 zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.
1955 Bis 1955 war der Wiederaufbau mit 450 Neubauten oder wieder aufgebauten Gebäuden im Wesentlichen abgeschlossen.
1964 Im gleichen Jahr erfolgte die Freigabe der Umgehungsstraße der B 39, die schon seit 1964 in Planung gewesen war.
1970 Dem Hochwasserschutz, der im Sulmtal seit dem großen Hochwasser vom Mai 1970 mit Millionenschäden bei Audi in Neckarsulm große Priorität genießt, wurde mit dem Bau zweier Rückhaltebecken 1988 und 1999 Rechnung getragen.
1971 Als Alternative zur Eingemeindung gründete Weinsberg zusammen mit diesen Gemeinden am 21. Dezember 1971 den Gemeindeverwaltungsverband „Raum Weinsberg“ mit Sitz in Weinsberg.
1971 Auf der „grünen Wiese“ südlich des Friedhofes entstand im Verlauf dreier Jahrzehnte ab 1971 das Schulzentrum Rossäcker mit Gymnasium, Hauptschule, Realschule, zweiter Grundschule und zwei Hallen.
1972 Die Sanierung und Umgestaltung innerstädtischer Gelände wurde vorangetrieben (unter anderem Traubenplatz mit Weinbauschule, 1972 bis 2002, Alte Ziegelei, 1984 bis 1990, und ehemaliges Gelände der Karosseriewerke Weinsberg, 1986 bis 1994). Die Schließung des Flüchtlingslagers 1972 ermöglichte zum einen die Überbauung des Geländes mit Wohnhäusern, zum anderen die Realisierung des Naherholungsgebietes Stadtseebachtal.
1973 Grantschen wurde am 1. Januar 1973, Gellmersbach am 1. Januar 1975 nach Weinsberg eingemeindet.
1973 Der Ort mit damals 652 Einwohnern wurde am 1. Januar 1973 eingemeindet.
1975 Die Gemeinde Wimmental, die nach der ursprünglichen Zielplanung ein Teil der neu zu bildenden Gemeinde Obersulm hätte werden sollen, entschied sich stattdessen lieber für die Eingemeindung nach Weinsberg, die ebenfalls am 1. Januar 1975 erfolgte.
1975 Beide Orte wurden am 1. Januar 1975 eingemeindet, Gellmersbach mit damals 691 Einwohnern, Wimmental mit 477.
2000er Jahre
2001 Am 21. Februar 2001 genehmigte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg letztinstanzlich den Bau, die Eröffnung wurde am 10. Oktober 2002 gefeiert.
2002 Das in die Jahre gekommene Weinsberger Freibad wurde 2002/2003 mit Baukosten von 3,76 Millionen Euro grundlegend überholt und erweitert.
2020 Beide Kirchengemeinden (Gellmersbach und Sülzbach) gehörten ebenfalls zum bisherigen Kirchenbezirk Weinsberg, der seit 1. Januar 2020 mit dem bisherigen Kirchenbezirk Neuenstadt am Kocher zum neuen Kirchenbezirk Weinsberg-Neuenstadt zusammengeschlossen ist.

Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 4.0) — 51 historische Einträge, chronologisch sortiert

Chronik für Weinsberg: 51 Ereignisse aus 1 Wikipedia-Artikel, zusammengestellt von mycityportal.de · Stand 13.10.2026 · Zusammenstellung © Ernst Gierer · Textinhalte Wikipedia (CC BY-SA 4.0)