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📜 Chronik Backnang, Stadt

Vollständige historische Zeitlinie — von den Anfängen bis heute

800er Jahre
890 Auf diese Burg geht der heutige Ort Backnang zurück, in dem um 890 eine erste romanische Kirche erbaut wurde.
1000er Jahre
1067 Erstmals erwähnt wurde der Ortsname als Baccananc in einer Urkunde aus dem Jahr 1067. In dem in Augsburg ausgestellten Schriftstück in lateinischer Sprache ist von einem Hesso de Baccananc und seinem gleichnamigen Sohn (et filius eius Hesso) die Rede.
1100er Jahre
1116 Markgraf Hermann und seine Frau gründeten in Backnang ein Augustiner-Chorherrenstift, welches 1116 päpstlich bestätigt und privilegiert wurde.
1200er Jahre
1220 Der Ort wurde vermutlich um 1220 durch die Markgrafen von Baden zur Stadt ausgebaut.
1237 Beim anschließenden Wiederaufbau wurde die Stadt ummauert, so dass die Stadterhebung später irrtümlicherweise auf diesen Bau der Stadtmauer im Jahr 1237 datiert wurde und Backnang im Jahr 1987 ein 750-jähriges Stadtjubiläum beging.
1300er Jahre
1300 Um 1300 wurde Backnang durch die Heirat von Irmengard, der Tochter des Markgrafen Rudolfs I. von Baden, mit dem Grafen Eberhard dem Erlauchten von Württemberg als Mitgift württembergisch.
1400er Jahre
1477 wurde das Regularkanonikerstift in ein freiweltliches Stift umgewandelt. Ab 1500 lag die Stadt im Schwäbischen Reichskreis. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Stadt gestürmt und das Augustiner-Chorherrenstift geplündert.
1500er Jahre
1525 Im Bauernkrieg 1525 wurde die Stadt gestürmt und das Augustiner-Chorherrenstift geplündert.
1535 wurde durch Herzog Ulrich die Reformation in Württemberg eingeführt, allerdings kam es kurzzeitig zu einer Rekatholisierung: 1546 besetzte Kaiser Karl V. im Schmalkaldischen Krieg das Herzogtum Württemberg und zwang Ulrich 1548, das Augsburger Interim zu akzeptieren. Weiterhin musste Ulrich der Stationierung von kaiserlich-katholischen Truppen zustimmen.
1600er Jahre
1631 Während des Dreißigjährigen Krieges hatte Backnang unter Einquartierungen, Verwüstungen und der Pest zu leiden: 1631 wurden fürstenbergische Soldaten nach Backnang verlegt.
1700er Jahre
1707 wurde Backnang erneut von französischen Truppen unter General Broglie besetzt, welche jedoch bald wieder abzogen. Aus der württembergischen Vogtei in Backnang entstand 1758 das Oberamt Backnang. Im Zuge der Umwälzungen während der Zeit der Koalitionskriege und der 1806 erfolgten Gründung des Königreichs Württemberg wurde das Oberamt Backnang bis 1813 bedeutend vergrößert.
1758 Aus der württembergischen Vogtei in Backnang entstand 1758 das Oberamt Backnang.
1800er Jahre
1806 Im Zuge der Umwälzungen während der Zeit der Koalitionskriege und der 1806 erfolgten Gründung des Königreichs Württemberg wurde das Oberamt Backnang bis 1813 bedeutend vergrößert.
1819 Gleichzeitig wurden 1819 verschiedene Dörfer und Höfe eingemeindet.
1820 Um 1820 wurden Stadtmauern und -tore abgerissen und die Stadt wuchs über ihren mittelalterlichen Siedlungskern hinaus.
1848 Im Revolutionsjahr 1848 wurde die erste gesamtdeutsche Parlamentswahl abgehalten.
1861 Nachdem die Weberei wegen Baumwollmangels aufgrund des Amerikanischen Bürgerkrieges ab 1861 in eine Krise geriet und unterging, wurde die Gerberei zum bestimmenden Erwerbsfeld der Bevölkerung.
1891 In Backnang befinden sich zwei historische Schulgebäude, das Zentralschulhaus von 1891 (erweitert 1914) und das ehemalige Lehrerseminar, erbaut 1906 bis 1909.
1900er Jahre
1936 Sachsenweiler (Gemeinde Unterweissach).
1945 geriet Backnang in die Amerikanische Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.
1945 Im Zweiten Weltkrieg blieb Backnang im Großen und Ganzen von Bombardierungen verschont, allerdings wurde die Stadt 1945 mehrfach von Luftangriffen getroffen, wobei es zu zahlreichen Toten und schweren Beschädigungen kam.
1945 Anfang 1945 wurde in Backnang aus Jugendlichen und älteren Männern der Volkssturm gebildet, welcher gegen die anrückenden Amerikaner kämpfen sollte.
1956 wurde Backnang Große Kreisstadt und Anfang der 1970er Jahre wurde sie durch Eingliederung der Nachbargemeinden Heiningen, Maubach, Strümpfelbach und Waldrems erheblich vergrößert. Bei der Kreisreform am 1. Januar 1973 verlor Backnang seine Funktion als Kreisstadt, als der Landkreis Backnang mit dem Landkreis Waiblingen zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt wurde. Sitz des neuen Kreises wurde Waiblingen.
1971 wurde in Backnang das erste autonome Jugendzentrum in Deutschland gegründet.
1973 Bei der Kreisreform am 1. Januar 1973 verlor Backnang seine Funktion als Kreisstadt, als der Landkreis Backnang mit dem Landkreis Waiblingen zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt wurde.

Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 4.0) — 25 historische Einträge, chronologisch sortiert